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| Boxhagener Platz, Friedrichshain, 10245 Berlin |
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Geschichte - 2007 - Förderprojekte |
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| Immer lebe die Sonne ... |
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Für Kinderrechte weltweit |
| 6. Weltfest 2. Juni 2007 |
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Der Erlös des Weltfestes geht an SONED und die GSE für die Unterstützung ihrer Projekte:
 SONED Förderprojekt 2007
GSE Förderprojekt 2007
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SONED Förderprojekt 2007 |
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Southern Network for Environment and Development e.V.
Kreutzigerstraße 19, 10247 Berlin
 Website: www.soned.de
Unser Projekt:
 Susanne-Wenger-Schule "International Institute for Ancient Yoruba Philosophy"
 Nigeria befindet sich noch immer in einer schwierigen Übergangsphase von einer korrupten Militärdiktatur zu einer Demokratie. Die ökonomische Situation ist miserabel, das Land ist zu 90% von Erdölgeschäften abhängig, andere Wirtschaftszweige sind durch Korruption und Misswirtschaft ruiniert und Lebensmittel werden in großem Maßstab importiert. Während am Ölgeschäft wenige Nigerianer profitieren, leben 65% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze von 1$ am Tag. Das Schulsystem ist mangelhaft, die Arbeits- und Perspektivlosigkeit ist unter Jugendlichen weit verbreitet.
 Seit 1998 unterstützt SONED Friedrichshain die Entwicklung des zukünftigen "Institute for Environmental Technologies" (IFET) in Badagry (Lagos State, Nigeria), einer Bildungsstätte für umweltschonende Technologien in den Bereichen Landwirtschaft, Energie- und Wasserversorgung sowie Kunsthandwerk.
 Die Adunni Susanne Wenger Foundation wurde 2005 von Mitarbeitern der Solarstation Badagry und Künstlern der New Sacred Art Gruppe um Susanne Wenger in Osogbo als Nigerianische NGO gegründet. Die Künstlergruppe wurde von Susanne Wenger in den 60er Jahren gegründet, um die künstlerische Tradition des Yoruba Volkes zu bewahren und wiederzubeleben. Seither wurden von der Gruppe große Skulpturen-Parks geschaffen, zerstörte Tempelanlagen wiederaufgebaut und traditionelle Feste wiederbelebt. Dadurch wurde ein 75 ha großes Regenwaldgebiet als Weltkulturerbe "heiliger Hain der Göttin Osun" vor Raubbau und Zerstörung bewahrt. Bei der Arbeit wurde immer wieder künstlerischer Nachwuchs ausgebildet und gefördert, der mit Tourneen und Ausstellungen teilweise auch international bekannt geworden ist. Seit 1999 besteht der Kontakt zwischen der Künstlergruppe in Osogbo und der Projektgruppe des IFET Badagry, die über Erfahrungen in der Projektplanung und -umsetzung verfügt und von Soned in Berlin- Friedrichshain unterstützt wird. Seither gab es mehrere Treffen zum Ideen- und Erfahrungsaustausch und es entstand das gemeinsame Ziel, Bildungsprojekte zu initiieren, die traditionelles und modernes Wissen kombinieren. So wurde die NGO vom IFET-Team und der Künstlergruppe gemeinsam gegründet und die gemeinsame Projektarbeit wurde mit einem öffentlichkeits-wirksamen Solar/Wasserprojekt mit integrierter Schulung für Multiplikatoren im Oktober 2006 gestartet. Damit wurde ein Grundstein für die Infrastruktur des IFET gesetzt und der Seminarbetrieb erprobt.
 In Osogbo soll eine Schule, die Susanne-Wenger-Schule "International Institute for Ancient Yoruba Philosophy", entstehen, die neben den staatlich vorgeschriebenen Bildungsinhalten auch traditionelles Wissen der Yoruba vermittelt (trad. Naturverständniss, botanisches und Heilwissen, tradit. Religion, Mythologie und Kunsthandwerk...). Die Schule soll schrittweise alle Altersgruppen ansprechen (Vorschule, Grundschule, Sekundarstufe) und für alle Schichten offen sein (soziale Staffelung der Schulgebühren, Gender).
 Während die Baupläne für die Schulgebäude bereits ausgearbeitet sind, hat sich bezüglich des Schulgeländes eine Neuerung ergeben: ein pensionierter Schulrat aus Osogbo hat für das Schulprojekt ca. 25 Hektar Farmland zur Verfügung gestellt. So soll nun die Schule inmitten eines botanischen (Heil-)gartens entstehen. Dazu soll ein partizipativer Planungsworkshop auf dem Gelände stattfinden.
 Um organisatorische und didaktische Anregungen für das Schulprojekt zu sammeln, um die reformpädagogischen Konzepte von Montessori und Freinet in der praktischen Umsetzung kennenzulernen und um im Dialog mit Schülern, Eltern und Lehrern autentische Einblicke in die Situation in Nigeria zu bieten, möchten wir mit der Planungsgruppe des Schulprojektes eine Begegnungsreise mit mehreren Schulen in Deutschland organisieren.
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Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit e.V.
Krossener Straße 20, 10245 Berlin
 Website: www.gse-ev.de
Unser Projekt:
 Als im Mai 2003 fünf Kinder und Jugendliche aus dem bolivianischen Hochland und ihr Leiter erstmals Friedrichshainer Boden betraten, begann die Partnerschaft mit dem Bildungs- und Kulturzentrum COMPA aus El Alto, der auf 4.000 m höchstgelegenen Großstadt der Welt. Es war vor fast 17 Jahren aus einem Projekt mit Straßenkindern hervorgegangen. Inzwischen sind Kinder und Jugendliche aus dem Viertel die Hauptzielgruppen, aber auch Erwachsene kommen gern in das bunte Haus im Stadtteil Ciudad Satélite.
 Dort gibt es neben den Theater- und Zirkusgruppen auch Musik- und Tanzunterricht, eine Cinethek mit Filmen jenseits des Mainstreams, eine Bibliothek und eine Ludothek. Der zur Mine umgebaute Keller wird von Schulklassen besucht, die dort Projekttage zum Thema Bergbau - einem der wichtigsten
Wirtschaftszweige des Landes - und zur Geschichte erleben können. Mit dem mobilen Theater "Teatro Camion" touren jedes Jahr mehrere Gruppen durch Bolivien und bringen Kultur in Landesteile, wo man bisher nicht einmal das Wort "Theater" kannte.
 In der Arbeit von COMPA und seinem Herzstück Teatro Trono ist Kultur niemals Selbstzweck - Kunst um ihrer selbst willen interessiert in einem Land, wo es für Tausende ums tägliche Überleben geht, nur eine dünne elitäre Schicht. Die kollektiv erarbeiteten Theaterstücke transportieren Wissen und eine Botschaft und motivieren; die Workshopangebote tragen dazu bei, dass Kinder gar nicht erst auf der Straße landen - sicher hat COMPA seit seiner Gründung einige hundert Straßenkinder - "Karrieren"
verhindert.
 Die GSE lädt Teatro Trono regelmäßig nach Berlin ein und bietet Schulen ganz besondere Projekttage an: Eine Aufführung der Gruppe und anschließende Gesprächsrunden wirken nachhaltiger als viele andere, gängige Methoden der Bildung.
 2006 waren außer den "Tronos" auch je eine Gruppe aus Indien und Südafrika, die mit extrem benachteiligten Bevölkerungs-gruppen und Straßenkindern arbeiten, an Schulen und Einrichtungen in Berlin und Branden-burg unterwegs. Und auch 2007 heißt es wieder: "Vorhang auf!" - für Teatro Trono und wei-tere Theatergruppen. Eine von ihnen, die "Escuela de la comedia y del mimo" werden wir auch auf dem Weltfest präsentieren.
 Mit den Veranstaltungen, die wir für sie organisieren, unterstützen wir finanziell und ideell ihre Träger im jeweiligen Heimatland. Besonders liegt uns natürlich das bolivianische COMPA am Herzen, weshalb wir mit möglichst vielen Spenden die diesjährige Tour der "Tronos" in Berlin und Brandenburg realisieren und die vielen Vorhaben zugunsten der Kinder und Jugendlichen in El Alto unterstützen möchten.
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 Kinder aus einem Workshop des COMPA |

 Teatro Trono Heimat |
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